Gedanken erschaffen Realität

Du bist was du denkst. Aber, du bist nicht deine Gedanken. 4 Techniken, wie du deine Gedanken in die von dir gewünschte Richtung steuerst.

Achtsamkeit, Tagebuch

Check-in mit mir selbst

Wie geht es dir heute? Gut? So richtig gut? Schön.


Viele Male am Tag werde ich gefragt, wie es mir geht. Von Freunden, Arbeitskollegen und vielleicht sogar von der Kassiererin. Und ich antworte mit 'gut'. Gut. Ja, klar, es muss auch nicht jeder wissen, wenn ich einen schlechten Tag habe. Doch oftmals, weiss auch ich nicht, wie es mir wirklich geht. Ich merke vielleicht, da brodelt was, ich bin innerlich unzufrieden. Doch wie oft frage ich mich, Andrea, wie geht es dir wirklich? 


Gerade in Momenten, in denen ich merke, das in mir gerade etwas brodelt, ist es wichtig, mich meiner Gefühle wirklich bewusst zu werden. Was fühle ich? Wie spreche ich gerade selbst mit mir? Wie gehe ich mit mir um?


Die Kraft des inneren Gesprächs

Der innere Dialog ist das A und O. Gedanken erzeugen Gefühle und Gefühle erschaffen Realität. Probier's aus: Sag dir innerlich 'ich bin traurig' und lass dabei die Schultern hängen. Lass das kurz wirken. Na, wie fühlst du dich? Stehst du so am Morgen auf, wirst du vermutlich den Kaffee verschütten, den Bus verpassen und deiner schlechte Laune im Büro Raum geben.

Und nun, sag dir innerlich 'ich bin glücklich' und zieh die Mundwinkel hoch, schenke dir ein Lächeln. Und jetzt? Wie geht es dir? Unsere Gedanken und auch die Körperhaltung beeinflussen steuern unser Befinden massgeblich.


Immer wieder stelle ich fest, wie viel Potenzial darin steckt, wenn ich erkenne, wie ich selbst mit mir spreche. Zum Beispiel habe ich mich in der Vergangenheit oft ertappt, wie ich mir innerlich vorbetete, 'ich bin erschöpft' und 'es ist im Moment schwierig'. Als mir bewusst wurde, wie oft ich mir diesen innerlichen Negativ-Dialog liefere, war ich schockiert. Ich habe entschieden, die Verantwortung zu übernehmen. Ich alleine entscheide, wie es mir geht. Ich entscheide, dass ich voller Energie bin und dass das Leben leicht sein darf. Das Geheimnis dahinter ist die Kraft der Anziehung. Was und wie ich denke und fühle, wird in mein Leben kommen. 
Ja, dieser Prozess braucht Zeit und es ist kein Kinderspiel. Doch je mehr von diesen ca. 60'000 Gedanken am Tag ich aktiv in eine positive Richtung steuere, umso mehr Kraft bekomme ich, mein Leben so zu leben, wie ich es gerne möchte.


4 Tipps, wie du dir deiner Gedanken bewusst wirst

1. Journaling

Nimm dir (mindestens) 5 Minuten am Tag und lass deinen Gedanken und deiner Schreibhand freien Lauf. Deine Gedanken handschriftlich aufs Blatt zu bringen unterstützt, Ruhe in den "Monkey Mind" zu bringen. Leitfragen könnten sein, wie es dir geht, wie du dich gerade fühlst, was du dir wünschst, usw.
Ich schreibe am liebsten am Morgen, während oder nach dem Frühstück - so starte ich den Tag bewusst und mit positiver Ausrichtung. Und glaub mir, dein Tagebuch ist am Morgen ein besserer Begleiter als dein Handy. Ich mag schreiben auch im Zug, während die Landschaft vorüber zieht, oder in einem Café in gemütlicher Atmosphäre.


2. Spaziergang in der Natur

Du alleine, ohne Handy oder sonstige Ablenkung, im Wald, am Fluss, in den Bergen, am Meer. Such dir einen Ort, wo du dich wohl fühlst, spaziere oder setz dich, beobachte deine Umgebung, die Details in der Natur und die Geräusche. Atme bewusst frische, klare Luft ein.

3. "Little Reminder"-Post-it's

Dein Geist benötigt visuelles Futter und er liebt klare Absicht. Hänge kleine Reminder in Form von Post-it's mit Fragen, motivierenden Sprüchen und Affirmationen oder Bildern mit deinen Zielen und Träumen in deiner Wohnung auf. Hänge sie von Zeit zu Zeit um (Routine durchbrechen).

4. Die magische Minute

Du brauchst für diese Übung nur 1 Minute und du kannst sie überall durchführen (ausser beim Autofahren). Schliess die Augen und nimm wahr, wie deine Atmung natürlich fliesst. "Check-in" mit dir und frag dich 'wie geht es mir gerade?'. Nachdem du nach ca. 1 Minute (bleib gerne solange wie du willst) deine Augen wieder öffnest, spür dem Effekt dieser Mini-Auszeit kurz nach. Wenn du mehr Zeit hast, dann empfehle ich dir die Meditation zum Thema 'im Hier und Jetzt ankommen'.

Disclaimer: wie du deinen Gefühlen Platz gibst

Es ist wichtig, negative Gefühle nicht zu überblenden. Alle Gefühle haben ihre Berechtigung. Ein gesunder Mensch durchlebt an einem Tag negative Gefühle wie Traurigkeit, Angst, Zweifel, usw. aber auch positive Gefühle wie Freude, Liebe, Zufriedenheit, Stolz, usw. Wie du lernst, deinen Gefühlen Platz zu geben, erfährst du im Teil 2.

Achtsamkeit, Tagebuch